Ob Hitzewellen, Starkniederschläge oder markante Trockenphasen – die Landwirtschaft musste sich 2025 erneut auf eine hohe klimatische Spannbreite einstellen. Während der Sommer zu den wärmsten seit Messbeginn zählte, war der Herbst durch eine markante Zweiteilung beim Niederschlag geprägt.
Der Jahresverlauf im Überblick
Winter 2024/25: Mild und gegensätzlich
Der Winter belegte Rang 9 der mildesten Winter seit Messbeginn (+1,3 °C über der Norm). Im Norden war er teilweise sehr nass mit bis zu 140 % der üblichen Niederschläge (besonders im Januar). Im Süden und Wallis gab es einen extrem trockenen Februar mit lokal nur 10% der normalen Regenmenge. In höheren Lagen blieb die Schneedecke vielerorts unterdurchschnittlich.
Frühling 2025: Wärme-Rekorde und frühe Vegetation
Mit Platz 4 der wärmsten Frühlinge seit Messbeginn schritt die Vegetationsentwicklung rasant voran. Auf der Alpennordseite fielen regional weniger als 60% des üblichen Niederschlags. Dies ergab zwar beste Bedingungen für die Feldarbeit, aber frühzeitiger Stress für die Wasserbilanz der Kulturen.
Sommer 2025: Unwetterschäden und Hitzespitzen
Der Sommer war einer der sieben wärmsten der Geschichte. Es war der zweitwärmste Juni seit Messbeginn mit Rekorden in Berglagen. Ende Mai und Anfang Juni verursachten Hagel und Starkregen schwere Schäden (besonders in AG, BL, BE und VD). Der Juli bot einen kühlen und nassen Unterbruch, bevor im August die Hitze zurückkehrte.
Herbst 2025: Zweigeteilte Schweiz
Die Temperaturen lagen im Normbereich, doch beim Regen gab es grosse Unterschiede: Im Mittelland, Jura und in der Westschweiz fielen 120% bis 150% der Norm, wohingegen es inneralpin und im Süden deutlich zu trocken blieb.
Wintereinbruch:
Die zweite Novemberhälfte brachte Schnee bis in mittlere Lagen.
Fazit für die Praxis
Das Jahr 2025 hat erneut unterstrichen, dass die Landwirtschaft flexibel auf extreme Wetterereignisse reagieren muss. Besonders die regionalen Unterschiede bei den Niederschlägen machen eine standortangepasste Bewirtschaftung und eine effiziente Wasserplanung immer wichtiger.
Text Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID