Hintergründe zu den Vorfällen
Sieben der tödlichen Unfälle ereigneten sich direkt bei landwirtschaftlichen Arbeiten. Zu den Unfallursachen zählten:
- Umsturz eines Traktors oder Transporters (3 Personen)
- Einklemmung beim Arbeiten mit einer Maschine (1 Person)
- Aussetzung von tödlichen Güllegaskonzentrationen (1 Person)
- Angriff durch einen Stier (1 Person)
- Einklemmung durch einen Baumstamm bei der Holzernte (1 Person)
Zusätzlich kamen drei Drittpersonen im Umfeld landwirtschaftlicher Arbeiten ums Leben. Ursachen hierfür waren Kollisionen eines Traktors bzw. eines Anbaugeräts mit einem Fahrrad, einem Mofa sowie einer Person zu Fuss.
Sensibilisierung bleibt zentral
Der Altersdurchschnitt der sieben Personen, welche direkt bei den Arbeiten tödlich verunfallten, liegt bei 59 Jahren (die jüngste Person war 33, die älteste 78 Jahre alt).
Unfallabklärungen zeigen regelmässig, dass in der täglichen Routine Gefahren häufig zu wenig wahrgenommen, unterschätzt oder sogar bewusst in Kauf genommen werden. Genau hier setzt die Prävention an: Die Kampagne «Risiko runter» macht alltägliche Risiken zum Thema und zeigt konkrete Gefahrensituationen aus dem landwirtschaftlichen Arbeitsalltag auf. Verbunden mit praktischen Tipps wird veranschaulicht, wie sich diese Situationen entschärfen lassen.
*Hinweis zur Datenerhebung: Für landwirtschaftliche Unfälle besteht keine Meldepflicht. Die Unfallmeldungen werden anhand von Medien- und Polizeiberichten sowie Meldungen von Behörden und Betroffenen erhoben.